18 Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz

Über 18 Jahre ist mittlerweile das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, in Kraft.
Was wurde bis heute erreicht und was kostet das Erreichte?
Was erwartet uns möglicherweise in der Zukunft?

Ein Fakten-Sammelsurium.

FAKT 1: Beim CO2-Ausstoß steht Deutschland heute deutlich schlechter da als der Rest der EU!

Werden pro Kopf in Deutschland  11,10 Tonnen CO2-Äquivalente (kurz CO2)  ausgestoßen, waren es in den restlichen EU-Ländern lediglich 8,29 Tonnen (2015, aktuellere Zahlen liegen für die EU noch nicht vor)

Der COPro-Kopf-Ausstoß in Deutschland liegt 33% über dem Pro-Kopf-Ausstoß in der EU.


Enttäuschend ist auch die Entwicklung des CO2-Emissionen in Deutschland im Laufe der letzten letzten 10 Jahre. So konnte von 2007 bis 2016 der CO2-Ausstoß pro Kopf von 12,02 Tonnen auf 11,04 Tonnen reduziert werden, Das entspricht einer Einsparung von lediglich 8%.

Dem gegenüber steht ein massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien, allen voran die Windkraft an Land wurde stark forciert.  Die installierte Nettoleistung wuchs von 22,12 GigaWatt in 2007 auf 45,46 GigaWatt in 2016, ein Plus von über 105%.  

In der restlichen EU waren die Bemühungen dagegen deutlich erfolgreicher.  So konnten dort die CO2-Emissionen pro Kopf von 2006 bis 2015 um über 20% reduziert werden, von 10,33 Tonnen auf 8,29 Tonnen.

10-Jahres-Entwicklung:
Trotz massivem Ausbau der „Erneuerbaren“ sind im 
internationalen Vergleich die deutschen CO2-Einsparungen sehr niedrig (-8%)  


Datenquellen: BMWi (Datenübersicht zum sechsten Monitoring-Bericht der Energiewende,  AGEE, Fraunhofer ISE, Bundesnetzagentur

FAKT 2: In Deutschland werden in 2016 2.542,22 TWh Endenergie verbraucht – für Strom, Wärme, Verkehr etc. Die installierten Windkraftanlagen an Land tragen dazu nur mit 67,65 TWh (2,7%) bei.

In 2016 waren in Deutschland ca. 27.000 Windkraftanlagen an Land installiert. Sie produzierten zusammen 67,65 Terawatt – genau so viel wie 6 traditionelle Kraftwerke vom Typ „Großkraftwerk Mannheim“. Die Windenergie an Land, die den größten Anteil der Energiewende stemmen soll, trägt somit im 16. Jahr nach dem Start des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes nur mit 2,7%  zum deutschen Endenergiebedarf bei.


Mit 500.000 Windkraftanlagen können demnach in Zukunft dann eventuell 50% des Endenergiebedarf gedeckt werden. Für Deutschland hieße das dann 1,4 Windkraftanlagen pro km2.  Plus viel Platz für Energiespeicher. 

Wie viele Windkraftanlagen verträgt das Land?
Vom deutschen Endenergiebedarf  decken die 27.000 Windkraftanlagen an Land 2016 lediglich 2,7%.  Ein Tropfen auf dem heißen Stein.

 

Datenquellen: BMWi (Datenübersicht zum sechsten Monitoring-Bericht der Energiewende,  AGEE, Fraunhofer ISE, Bundesnetzagentur, BWE Bundesverband Windenergie


 

FAKT 3: Die Energiewende hat bis einschließlich 2015 schon über 150 Mrd. Euro gekostet, doch die EEG-Umlage „explodiert“ in den nächsten Jahren.

Umweltminister Jürgen Trittin hat 2014 stolz verkündet: „Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.“
War es Dummheit, die den Minister zu dieser Aussage trieb, oder war es eine bewusste, ideologiegetriebene  Täuschung der Bevölkerung.  Ein Vier-Personen-Haushalt hat für die sogenannte Energiewende in den Jahren 2000 bis 2015 über 7000 Euro bezahlt,  eine Belastung von 36 EURO pro Monat.  Für das eigentliche Ziel, merklich CO2 in Deutschland einzusparen, haben die Maßnahmen im internationalen Vergleich versagt. Durch die ineffiziente Art, CO2 einzusparen ist jedoch der entstandene volkswirtschaftliche Schaden immens.

Es kommt viel schlimmer. Nach Berechnungen des Insitutes für Wettbewerbsökonomik der Universität Düsseldorf und der DICE Consult GmbH, steigen die Kosten der Energiewende explosiv an.

Info Grafik Kosten Energiewende bis 2025

So werden für den Zehnjahreszeitraum von 2016 bis 2025 weitere 370 Mrd. EURO berechnet, hauptsächlich verursacht durch die wegen massivem Ausbau der Windkraft steigende  EEG Umlage. In Summe sind das dann bis 2025 eine Belastung in Höhe von 520 Mrd. EURO. Der Nutzen: weiterhin fraglich.

Die Energiewende ist außer Kontrolle geraten.  Sie wird bis 2025 einen Vier-Personen-Haushalt über 25.000€  kosten.  


Datenquellen: Institut für Wettbewerbsökonomik (Uni Düsseldorf), DICE Consult GmbH, BMWi,  Infografik Die Welt 10.10.2016