Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie Sie aus der Zeitung oder auf verschiedenen Veranstaltungen vielleicht schon erfahren haben, sind insgesamt 5 Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Überwald ausgewiesen, Platz für 75 gigantische Windräder oder mehr. Drei der Flächen – Auf der Höhe (Flockenbusch), Stillfüssel und Lannertskopf liegen in unmittelbarer Nähe von Schönmattenwag. Für das Areal „Stillfüssel“ sind bereits sechs Windkraftanlagen beantragt und im laufenden Genehmigungsverfahren. Für das Areal „Auf der Höhe / Flockenbusch“ sind drei Anlagen auf hessischer Seite beantragt und im laufenden Genehmigungsverfahren, weitere drei Anlagen auf badischer Seite sind geplant. Gegen diese Vorhaben setzen wir uns entschieden zur Wehr. Unser Ziel ist, im windschwachen Überwald ökologisch und gesamtwirtschaftlich sinnlose Windkraftanlagen zu verhindern.

Wir sagen NEIN zur Umwandlung des Überwaldes in ein Windkraft-Industriegebiet und zur Verschandelung unserer intakten Natur durch subventionsgetriebene Windräder.

Wir fordern die Bevölkerung auf, uns in diesem Vorhaben zu unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass solche zerstörerische Projekte durch die Bevölkerung verhindert werden können, wenn viele Mitbürger sich informieren, aufstehen und sich massiv zur Wehr setzen.

Warum diese Internetseite?
Da wir nach den vergangenen Bürgerversammlungen und Informationsveranstaltungen
bemerkten, dass ein reges Interesse besteht, entschlossen wir uns, eine Internetseite als zentrale
Anlaufstelle zu schaffen. Die Internetseite soll allen Bürgern aktuelle Informationen und
Entwicklungen zu Windkraftanlagen im allgemeinen und speziell zu den Projekten im Überwald schnell und einfach zugänglich machen und zur Aufklärung beitragen.


Unser Grundsatz:
Wir sagen NEIN zu Windkraftanlagen an Standorten, an denen

  • der Wind nicht stark und stetig weht
  • große Waldflächen und Erholungsgebiete zerstört werden müssen
  • die Bevölkerung wegen zu geringer Mindestabstände durch Lärm, Infraschall und optischer Bedrängung massiv beeinträchtigt und geschädigt wird.

Unsere Argumente:

  1. Links und rechts des Ulfenbachtales sollen Windräder mit einer Höhe von über 200 Metern entstehen. Diese gigantischen Windräder stehen in Gebieten bis zu 350 Meter über der Talsohle und bedeuten einen gewaltigen Eingriff in das Landschaftsbild. Auf Grund der besonderen topographischen Lage des südlichen Ulfenbachtales hat dies zur Folge, dass diese Windräder eine außergewöhnlich optisch bedrängende Wirkung haben werden. Die Windräder werden das unmittelbare Ortsbild von Schönmattenwag und indirekt die
    Ortsbilder aller umliegenden Gemeinden über Jahrzehnte prägen. Die Folgen werden u.a. erhebliche Wertverluste bei Grundstücken und Immobilien sein.
  2. Durch den Bau der Windräder und für die Zufahrtswege werden noch intakte,
    zusammenhängende Waldgebiete zerschnitten und dauerhaft zerstört. Dies stellt einen
    unwiederbringlichen Eingriff in unsere Natur dar. Es werden für weiträumige Fundamente riesige Flächen mit Beton und Stahl versiegelt. Wir haben das große Glück, noch zusammenhängende Waldgebiete als Rückzugsräume für bedrohte Tierarten zu haben. Windkraftanlagen sind nachweislich lebensbedrohend für Großvögel und Fledermäuse.
  3. In den Gebieten Stillfüssel und Auf der Höhe / Flockenbusch liegen unsere Wasserreservoire für die Großgemeinde. Insbesondere die Quelle in der Wüstenbach speist hauptsächlich die
    Wasserversorgung von Ober- und Unter-Schönmattenwag. Die Risiken von Waldbränden und Ölflug nach Blitzschlag in die darüber stehenden Windkraftanlagen sind hinsichtlich des Gewässerschutzes nicht kalkulierbar.
  4. Der Abstand des ersten Windrades zur nächsten Bebauung beträgt nur ca. 1000m. Bei
    Windkraftanlagen der geplanten Größenordnung ist dieser Abstand viel zu gering. Unsere Lebensqualität wird, bedingt durch die geringe Entfernung und Kessellage des Tales,
    dauerhaft eingeschränkt in Form von Schattenschlag der Rotorblätter und
    Geräuschimmissionen. Drehende Rotoren von der Spannweite eines Jumbo-Jets erzeugen eine ständige Unruhe. Sie erzeugen rhythmische Dauergeräusche und Infraschall, welcher auch in größerer Entfernung noch die Nachtruhe stören. Die gesundheitlichen Folgen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit sind medizinisch nachgewiesen.

Unsere Forderungen:

  • Keine subventionsgetriebenen Windkraftanlagen im Überwald
  • Keine Windräder im Wald und in Natur-und Wasserschutzgebieten
  • Einen verbindlichen Mindestabstand von der 10-fachen Gesamthöhe eines Windrades zur nächsten Ortsbebauung
  • Aktive Beteiligung der Bürger vor Ausweisung von Vorranggebieten durch die
    Regionalplanungen

Die beiden geplanten Windparks haben nicht nur Einfluss auf die Bürger von Schönmattenwag,
sondern betreffen letztendlich uns alle in der Großgemeinde Wald-Michelbach, wenn Familien sich aufgrund der sich ändernden Voraussetzungen gegen ein Leben in unserer durch Windkraftanlagen verschandelten und geschädigten Gemeinde entscheiden.

Auch Ihnen liegt Ihre Heimat am Herzen?

Dann unterstützen Sie uns.

 

Kontakt zur BI

Kontaktformular

Wie kann ich spenden?

Details

Stellungnahmen der BI Gegenwind Ulfenbachtal

Offener Brief der Bürgerinitiative Gegenwind Ulfenbachtal an den Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderats der Gemeinde Wald-Michelbach

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,sehr geehrte Damen und Herren Gemeindevertreter,

mit größter Besorgnis müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der Gemeindevorstand unbeirrt die Planungen für einen Windpark auf dem Stillfüssel betreibt. So wurde bekannt, dass wohl noch vor der Sommerpause eine Entscheidung im laufenden Ausschreibungsverfahren fallen soll. Wir sind besonders enttäuscht darüber, dass entgegen der Ankündigungen bei der Bürgerversammlung im Juni vergangenen Jahres zu keiner Zeit das Gespräch mit uns gesucht, sondern die Entscheidungen vielmehr im kleinen Kreis gefällt und nun in aller Eile durchzusetzen versucht werden. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Bundespolitik wie etwa der Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) wie auch auf kommunaler Ebene (hier vor allem der Verzicht der Energiegenossenschaft Odenwald auf ähnliche Vorhaben um Beerfelden zu nennen) ist dies für uns wenig verständlich. Wir erlauben uns daher, Sie nochmals öffentlich auf die nachfolgenden Fakten hinzuweisen, die wir schon mehrfach im Gespräch mit Vertretern der Gemeinde vorgebracht haben: . . .

mehr lesen

Ausweis von Vorranggebieten zur Nutzung von Windenergie im Flockenbusch und auf dem Stillfüssel

Sehr geehrte Damen und Herren,

derzeit liegen die Planungsunterlagen für eine Änderung des Regionalplanes Rhein-Neckar aus. Namens und im Auftrage der nachfolgend genannten Personen möchte ich zu dem geplanten Ausweis von Vorranggebieten zur Nutzung der Windenergie nachfolgend Stellung nehmen:

Das Orginaldokument wurde von 93 Personen unterschrieben, die hier aus Datenschutzgründen nicht genannt werden.

Der Regionalplan Rhein-Neckar (Südhessen) in seiner derzeit vorliegenden Änderungsfassung enthält unter anderem eine Vorrangfläche zur Nutzung der Windenergie im Bereich der Gemeinde Wald-Michelbach unter anderem in den Bereichen Flockenbusch und Stillfüssel. Dieser Ausweisung ist aus folgenden Gründen entgegenzutreten und abzulehnen: . . .

mehr lesen

Veranstaltungen/Termine

September 2017
MDMDFSS
« Aug   Okt »
     1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30  

Aufruf zur Unterstützung und zu Spenden

Der Erfolg unserer Aktivitäten gegen Windkraftanlagen im Überwald wird umso größer sein, desto mehr Bürgerinnen und Bürger das Vorhaben aktiv unterstützen,

- durch Mitarbeit und Teilnahme an Aktionen,
- aber auch durch Spenden.

Icon Spenden Die Bürgerinitiative bittet alle Personen, denen daran gelegen ist, die Verschandelung unserer intakten Natur und Heimat durch monströse, ökologisch und wirtschaftlich sinnlose Windkraftanlagen abzuwenden, um Spenden:
Empfänger: Gesundheit u. Naturschutz Südl. Odenwald e.V.
Verwendungszweck: Gegenwind Ulfenbachtal
Bank: Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE71 6725 0020 0009 2699 91

Die Spenden werden für Gutachten, Informationsmaterial, Informationsveranstaltungen, juristischen Rat und für nicht vermeidbare Gerichtsklagen zweckgebunden verwendet.