Ein angenehmer netter Zeitgenosse Schorsch Stillschweiger. Ich fragte ihn: „Sag mal macht es dir nichts aus, wenn unser schöner Odenwald mit diesen drehbaren Gipfelkreuzen übersät wird“ Mit was? er zuckte mit den Schultern. „ Na ja , die Zufallsgeneratoren, die gelegentlich Strom liefern“. Verdutzt fragte er:“ Wieso manchmal? Ich habe immer Strom genau wie mein Nachbar, der braucht den Strom für die Melkmaschine“

Es wird z.Zt. mit missionarischem Eifer versucht Politikern und kommunalen Entscheidern zu suggerieren: Der wirtschaftliche Himmel hängt in eurer Reichweite, wie eine Wurst vor der Nase, ihr müsst nur zugreifen.

Nach dem Motto: „Baut eine Tankstelle, die Straße kommt bald“. Fehlt der Netzanschluss, sollen Windparkbetreiber Entschädigungen für den Strom bekommen, den sie nicht verkaufen können. Die neuste glänzende Idee, werden Anlagen und Netze nicht termingerecht fertig sollen Stromkunden dafür haftbar gemacht werden.

Wald-Michelbach ist auf eine Goldader gestoßen. Der Online – Energie – Rechner liefert für W-M das Potential von 41 Windrädern auf der Basis von bis heute keineswegs gesicherten Windgeschwindigkeiten.

Der Umweltdezernent im Heppenheimer Landratsamt, Matthias Schimpf, mag sich keine 140m hohe Windräder an den Hängen entlang der Bergstraße vorstellen. (MorgenWeb 14.11.2012) Dahinter in Wald-Michelbach gleichwohl . So war auf der 1.Teilregionalkonferenz (Region Odenwald) zu hören, dass man hier Windparks ohne Höhenbeschränkung zulassen will.

Nur, aufgrund der Geländehöhe der Standorte (500m) und der Höhe der Anlagen von über (200m), ergibt sich eine erhebliche Fernwirkung. Sichtweiten über 30km . In alle Himmelsrichtungen würden die Anlagen das Landschaftsbild beherrschen. Bergstraße, Heidelberg, Rhein-Neckar-Kreis, Tromm, Grasellenbach.

Wem gehört eine Landschaft? Wer hat das Recht den öffentlichen Raum so zu verunstalten? Der Gebietscharakter von Wald-Michelbach und den umliegenden Gemeinden soll massiv verändert werden. Natürlich gibt es Restriktionen wie der Schutz bedrohter Tierarten, das Prädikat Weltkulturerbe oder Geopark. Sie greifen an Orten wo die Reichen oder solventen Investoren unter sich sind. „Die werden gut versorgt und noch reich“.

Bürger, Besucher, Wanderer, die unsere Heimat als Erholungsraum lieben und schätzen, haben keine so starke Lobby. Schon gar nicht die Bewohner von Schönmattenwag.

Der Landesbetrieb Hessenforst , Leiter Michael Gerst in der FAZ 16.11.2012 „Wir werden uns nicht selbst an kommunalen oder regionalen Energiegesellschaften beteiligen“. Zudem wird der Landesbetrieb nicht gegen den Willen umliegender Kommunen in seinen Wäldern Rotoren aufstellen lassen, auch wenn ihm dadurch stabile Einnahmen über eine Laufzeit von 20 Jahren entgehen.