Autor: adminWPggw

Gemeindevertretung stellt sich gegen EGO-Rotoren

Gemeindevertretung stellt sich gegen EGO-Rotoren Die Gemeinde Sensbach verweigert dem Bau von sechs Windrädern auf der Sensbacher Höhe das Einvernehmen. Mit dem einstimmigen Nein zum Projekt der Energiegenossenschaft Odenwald hat die Gemeindevertretung Bedenken aus der Bevölkerung aufgegriffen und auf die Unvollständigkeit der Unterlagensituation reagiert. UNTER-SENSBACH „Wenn man schon krank wird und die Natur kaputtmacht, verdienen wir wenigstens was”, so fasste einer der sehr zahlreichen Besucher der jüngsten Gemeindevertretersitzung Sensbachtals seine Gedanken in Worte. Einziger Tagesordnungspunkt war die „Herstellung des Einvernehmens“ zur Errichtung der von der Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) geplanten sechs Windkraftanlagen mit 149 Meter Nabenhöhe auf der Sensbacher Höhe, bei dessen Behandlung es aber anders kam, als in der Wortmeldung angenommen. Als Ziel von Gemeindevorstand und Gemeindevertretung gab deren Vorsitzender Karlheinz Gärtner eingangs der Beratungen noch „eine maßvolle Umsetzung der Gesetzesvorgaben“ an. Bürgermeister Egon Scheuermann ging dazu näher auf die Planung ein, verwies auf Paragraf vier des Bundesimmissionsschutzgesetzes und auf den gemeinsamen Flächennutzungsplan der Odenwaldkreiskommunen. Fragen seien seitens des Regierungspräsidiums offen bezüglich Wasser, Natur- und Denkmalschutz. Die Genehimgungsbehörde habe deshalb beim Antragsteller EGO weitere ausführliche Gutachten angefordert. Auf die somit fehlenden Nachweise für die Verträglichkeit der Rotoren gründete die Gemeindevertretung denn auch ihre Stellungnahme, die einstimmige Verweigerung des Einvernehmens für das Projekt. Wie Scheuermann anfügte, liegt es nun am Regierungspräsidium, ob es nach Herstellung einer vollständigen Unterlagensammlung den Gemeindewillen dominiert und als übergeordnete Instanz die Genehmigung erteilt. Wie berichtet,...

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Informationsveranstaltung

Am Dienstag, dem 21. Mai, fand im Sängerheim Unter-Schönmattenwag eine Informationsveranstaltung der Bürgerinitative gegen Windparks im Ulfenbachtal statt. Bei der gut besuchten Veranstaltung wurde zunächst ein Überblick über den aktuellen Sachstand gegeben. Gegenwärtig liegen zwei Bauanträge für Windparks rund um Schönmattenwag vorliegen, einer davon von der gemeindeeigenen Igena GmbH. Prof. Dr. Glatzl, der sich dankenswerterweise bereit erklärt hat, die Bürgerinitiative juristisch zu vertreten, legte die rechtlichen Aspekte dar bis hin zur Möglichkeit, gegen die Bauanträge zu klagen. Die erschienenen Vertreter der Gemeinde Wald-Michelbach unter Führung von Bürgermeister Joachim Kunkel bemühten sich, die vorgebrachten Bedenken zu zerstreuen, stießen aber bei den meisten Anwesenden auf Skepsis. Dies gilt insbesondere für Fragen wie die rechtlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die Errichtung der geplanten Windkraftanlagen, deren Anbindung an das Stromnetz, die Auswirkungen auf Naturschutz und Landschaftsbild und nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit. Nach einer ausführlichen Diskussion dankten die Vertreter der Bürgerinitiative allen Beteiligten für den sachlichen Ablauf und beschlossen die Veranstaltung. Der Bürgermeister versprach, dass das Verfahren transparent gestaltet werden solle. Hierzu wäre es aus Sicht der betroffenen Bürger zuvorderst erforderlich, insbesondere die Daten der im Auftrag der Gemeinde erfolgenden Windmessung am Hardberg der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Man darf gespannt...

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Windräder passen doch in die Landschaft

  Weinheim/Bergstrasse. Es ist erst sechs Jahre her, da forderte der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald einen vollständigen Verzicht auf Windkraftanlagen, um das Landschaftsbild zu erhalten. Doch seit Fukushima haben sich die Prioritäten verschoben. Gestern vollzog der Geopark bei seiner Mitgliederversammlung in Weinheim gewissermaßen zugunsten der Energiewende die Kehrtwende. In dem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss heißt es unter anderem: „Der Geo-Naturpark sieht sich im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet, einen aktiven Beitrag für den Ausbau regenerativer Energien zu leisten.“ Hierzu zählen demnach Holzressourcen, Biomasse und Windenergieanlagen. Diese sollten jedoch „unter sorgfältiger Abwägung der Belange von Natur und Landschaft“ gesteuert werden. Und weiter heißt es in dem Beschluss wörtlich: „Eine flächenhafte Streuung von Einzelanlagen ist in jedem Fall zu verhindern.“ Wie der Geopark-Vorsitzende, Landrat Matthias Wilkes, erklärte, wolle man „keinen Wildwuchs von Windrädern“, sondern setze auf einige wenige Standorte, weil dies die Auswirkungen auf das Landschaftsbild begrenze und auch aus wirtschaftlichen Erwägungen sinnvoller sei. Bei konkreten Projekten bitte man die Planungsbehörden, den Geopark frühzeitig einzubeziehen. Wie die Diskussion zeigte, hätte sich mancher der Anwesenden einen konkreteren Beschluss zum Thema Windkraft gewünscht. Doch die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen der drei Bundesländer, zu denen der Geopark gehört, ließen offenbar nicht mehr zu. Und so blieb es bei diesem Grundsatzbeschluss, der den Spagat zwischen Energiewende und Landschaftsschutz versucht. Denn das „Ja“ zur Windkraft wird wenige Sätze später gleich wieder eingeschränkt: „Das charakteristische Landschaftsbild und die Erholungseignung der...

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Rotmilan nimmt Gefahr nicht wahr (OZ)

Weschnitztal/Region. Immer wieder liest man, dass gerade Rotmilane Opfer von Windkraftanlagen werden. Schlagopfer nennt man es in der Fachsprache, wenn ein Vogel in die Rotorblätter gerät und dadurch den Tod findet. In einem Gespräch mit unserer Zeitung erläutert der Mörlenbacher Christoph Böhmer (Bild), beim Naturschutzbund Kreis Bergstraße der regionale Projektleiter für die Kartierung der Rotmilane, warum der Schutz dieser Greifvögel bedeutend ist, die seit 2002 auf der Vorwarnstufe der Roten Liste gefährdeter Brutvögel in Deutschland stehen. Warum sind gerade Rotmilane durch Windkraftanlagen gefährdet? Böhmer: Das relativ häufige Zusammenstoßen mit Windrädern steht mit dem Jagdverhalten und den bevorzugten Jagdrevieren der Rotmilane in Zusammenhang. Der Rotmilan jagt im niedrigen Suchflug vorzugsweise nach Kleinsäugern und Reptilien, die Flughöhe deckt sich dabei mit dem Schlagfeld der Rotorblätter. Zusätzlich wird die Blattspitzengeschwindigkeit der Rotorblätter mit bis zu 300 Stundenkilometern von den Tieren einfach unterschätzt. Findet der Rotmilan seine Nahrung nicht auch in anderen Bereichen? Böhmer: Natürlich, aber gerade die Schnittstellen der Übergangs- und Brachflächen am Fuß der Windräder und im Umfeld dazu stellen für den Milan attraktive Jagdzonen dar. Laienhaft gefragt: Warum fliegt denn der Rotmilan nicht wie andere Vögel an diesen Anlagen vorbei? Böhmer: Auch unter anderen Vogelarten sind natürlich Schlagopfer durch Windräder zu beklagen. Mehrere Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass der Rotmilan gegenüber Windkraftanlagen kein Meideverhalten zeigt, die Gefahr also nicht wahrnimmt und aufgrund der Beuteattraktivität der Freiflächenzonen im und um Windparks,...

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Aufruf zur Unterstützung und zu Spenden

Der Erfolg unserer Aktivitäten gegen Windkraftanlagen im Überwald wird umso größer sein, desto mehr Bürgerinnen und Bürger das Vorhaben aktiv unterstützen,

- durch Mitarbeit und Teilnahme an Aktionen,
- aber auch durch Spenden.

Icon Spenden Die Bürgerinitiative bittet alle Personen, denen daran gelegen ist, die Verschandelung unserer intakten Natur und Heimat durch monströse, ökologisch und wirtschaftlich sinnlose Windkraftanlagen abzuwenden, um Spenden:
Empfänger: Gesundheit u. Naturschutz Südl. Odenwald e.V.
Verwendungszweck: Gegenwind Ulfenbachtal
Bank: Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE71 6725 0020 0009 2699 91

Die Spenden werden für Gutachten, Informationsmaterial, Informationsveranstaltungen, juristischen Rat und für nicht vermeidbare Gerichtsklagen zweckgebunden verwendet.