Dazu schreibt Dr. med. Jörg Brauneis im HGON- Forum (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.)

„In sehr emotionalen Worten und mit drastischen Bildern schildert Andreas Keiling, was er an einer einzigen Windkraftanlage in der Eifel erlebt hat. Innerhalb von nur einer Viertelstunde brachte ihm sein ausgebildeter Jagdhund die Überreste von 1 Mäusebussard, 1 Singdrossel, 2 Wacholderdrosseln und zwei Fledermäusen, die von den Rotorblätter der Windkraftanlage in den letzten Stunden getötet worden waren. Außerdem berichtet Andreas Kieling, dass er überzeugt ist, dass in der Nordeifel die seltenen und vom Aussterben bedrohten Schwarzstörche gezielt vertrieben werden, um Platz für weitere Windkraftanlagen zu schaffen. Hinweise auf Horstzerstörungen und sogar Tötungen von Großvögeln, um den Bau von Windkraftanlagen zu ermöglichen, hat es auch schon hier in Nordhessen gegeben.

Es ist meine Überzeugung, dass eine Technologie wie die Windkraft (mit den heute üblichen Anlagen) in einer Kulturnation wie Deutschland kein Zukunft haben kann. Die wahllose, sinnlose und massenhafte Tötung hochentwickelter Organismen wie Greifvögel, Schwarzstörche, Zugvögel, Feldermäuse und Insekten ist mit den Grundsätzen einer an humanistischen Idealen orientierten Gesellschaft unvereinbar.

Darüber hinaus ist es meine Besorgnis, dass die Brutalität mit der die Windkraftindustrie die Landschaft verändert, die Wälder aufreißt, zerschneidet und zerstört, und die massenhafte Tötung von Tieren wissentlich in Kauf nimmt, geeignet ist, die Akzeptanz für die Energiewende insgesamt in unserer demokratisch verfassten Gesellschaft zu beeintächtigen.“

Dr. Jörg Brauneis gehört zum Referentenpool des Deutschen Jagdverbandes. Seine Themenschwerpunkte: Arten- und Tierschutz, Jagdkultur und -ethik, Naturschutz